11. Jugendgeschichtstage in Sachsen

Am 12. und 13. November 2015 fanden die 11. Jugendgeschichtstage im Sächsischen Landtag in Dresden statt.

Neben vielen verschiedenen Workshops am Donnerstag präsentierten die Jugendgruppen auf dem Projektemarkt am Freitag ihre Forschungsergebnisse.

 

„Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Die Jugendgeschichtstage sind die Plattform für den Austausch von Erfahrungen und der Präsentation von Ergebnissen der (lokal)historischen Forschung mit und durch junge Menschen. Jährlich im November werden die Jugendgeschichtstage in Kooperation mit und im Sächsischen Landtag durchgeführt und von vielen Geschichtsvereinen, interessierten Bürgern, Vertretern der Politik und vor allem von vielen Jugendgeschichtsprojekten genutzt.

Wir sind davon überzeugt, dass das Erforschen von Geschichte(n) Spaß und Leidenschaft erzeugen kann. Vom Kindertraum detektivischer Puzzlearbeit sind das Sichten uralter Dokumente und Fotografien, das Erfragen faszinierender Ereignisse und Geschichten und das Heben des historischen Schatzes als Momente der Erkenntnis nicht weit entfernt. Vergangenes bekommt Namen und Gesichter, wird greifbar und konkret. Lernen wird bereichert durch Handeln und Probieren - Lernstoff durch regionale Bezüge und Geschichten.

Die Kontaktstelle für Jugendgeschichtsarbeit verfolgt das Ziel, Initiativen, Institutionen und Organisationen, die im Bereich der historischen Forschung engagiert sind, zusammenzubringen, den Austausch zu befördern und Kooperationen anzuregen. Wir beraten und unterstützen Jugendinitiativen und Projektgruppen, die in ihrer Region ein Stück Geschichte zum Leben erwecken, historische Fakten und Spuren heben und sichern wollen.

Geschichtsprojekte als Form der schulischen und außerschulischen Bildung stellen ein wichtiges demokratisches und kulturelles Lernfeld dar. Junge Menschen, die sich in Projekten mit Heimat, Identität, historischen Veränderungsprozessen und Biografien befassen, erfahren interdisziplinäre Wissenszugänge und erwerben handlungsorientiert demokratische Kenntnisse und Fähigkeiten.

In den betreuten Geschichtsprojekten entstehen Arbeiten, die vielseitige Themen und Schwerpunkte verfolgen. Gemein ist allen, dass junge Menschen einen Beitrag zu ihrer regionalen und lokalen Erinnerungskultur leisten.