Demokratiebildung to go

Eine gemeinsame Fachtagung des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V., der Sächsischen Jugendstiftung und der Sächsischen Landjugend e.V.

 

Mit dem Fachtag „Demokratiebildung to go“ wollen wir gemeinsam mit Fachkräften vor Ort am Verständnis und den Methoden von Demokratiebildung weiterdenken und weiterarbeiten.

Einerseits wird ein eigens für den Fachtag entwickeltes Handlungsmodell der Demokratiebildung vorgestellt, welches die verschiedenen Lebenswelten von Demokratie mit den (moralischen) Entwicklungsstufen nach Piaget, Kohlberg und Havinghurst und den Perspektiven der Arbeit mit Einzelnen und mit Gruppen verknüpft und so Orientierung für die Wahl des Inhaltes und der Methode demokratischer Bildung im Arbeitsalltag liefern will.

Andererseits wird das Projekt des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. „TRARA – Modellprojekt zur Implentierung von Transferstrategien als Radikalisierungsprävention“ vorgestellt und dabei verdeutlicht welche Rolle Demokratiebildung in diesem Kontext spielt und welche Optionen sich daraus für die Fachkräfte vor Ort ergeben könnten.

Hier gehts zum Tagungsprogramm und Anmeldeformular!

Eine Anmeldung ist auch per Mail an trara@mja-sachsen.de möglich.

Impulstag “Freiheit als Pflicht? - Demokratiefördernde Jugendarbeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit.“ am 28. September 2017 in der Dreikönigskirche Dresden

Ist unsere Demokratie nicht viel zu wertvoll, um deren praxisnahe Einübung dem Zufall zu überlassen?

Demokratie geht nur gemeinsam, eine starke Jugendarbeit auch. Deshalb möchten wir uns gemeinsam mit Euch und Ihnen auf den Weg machen, um Jugendarbeit in Sachsen mit ihren Potentialen, ihren Methoden und Ansätzen zu einem starken Partner für eine Gesellschaft zu machen, in der Demokratie gelebt wird. Und Demokratie-leben will gelernt sein! Gerade im Bereich der Demokratiebildung* ist Jugendarbeit ein wichtiger Partner, um jungen Menschen die Aneignung demokratischer Handlungskompetenzen altersgerecht, lebensweltnah undauf Augenhöhe zu ermöglichen. Und doch wird das in der Jugendarbeit vorhandene Potential zum „Demokratie-Lernen“ nur begrenzt genutzt. Das Engagement und die Teilhabe an z.B. beteiligungsorientierten Projekten bleibt oftmals ein zufälliges Ereignis, das nicht für alle jungen Menschen zugänglich ist. Warum? Können wir unsere Demokratie einfach dem Zufall überlassen? Sollte Jugendarbeit viel engagierter die eigenen Stärken in der Demokratiebildung betonen und diese offensiv in andere Bereiche der Gesellschaft einbringen? Gehören die Angebote der Jugendarbeit mit den Räumen des Demokratielernens in Pflichtsysteme wie Schule, Justiz, etc. integriert? Fragen über Fragen, für die wir gemeinsam Antworten finden und an ersten Umsetzungsschritten arbeiten wollen.

(*verstanden als der Prozess der aktiven Aneignung von Demokratie durch ihre Praxis)

Gleichzeitig möchten wir mit der Frage, ob Jugendarbeit mit ihren Methoden und Erfahrungen verstärkt Übungsräume der Demokratiebildung als niederschwelliges Angebot in verschiedenen Pflichtsystemen bereitstellen sollte, eine kritische Auseinandersetzung mit der Rolle und Aufgabe der Jugendarbeit in einer demokratischen Gesellschaft anschieben.

Das alles geht ebenso wenig allein, wie eine starke Demokratie oder eine starke Jugendarbeit. Die Entwicklung von Impulsen und Ideen basiert auf den vielfältigen Erfahrungen, Ansätzen und Herangehensweisen, die die Menschen zum Impulstag mit- und einbringen.

Der Impulstag "Freiheit als Pflicht?“ ist eine Veranstaltung der Sächsischen Jugendstiftung gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz mit Unterstützung der AGJF Sachsen e.V.; dem Demokratie-Zentrum Sachsen; der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Regionalstelle Sachsen; der Evangelischen Akademie Meißen; des Evangelischen Landesjugendpfarramtes Sachsen; des Kinder und Jugendhilferechtsvereins e.V.; des Kinder- und Jugendrings Sachsen e.V.; des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Sachsen; der Sächsischen Landjugend e.V.; des Stadtjugendrings Dresden e.V. und der RAA Sachsen e.V..