Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“

Gloria, die ihr FSJ Politik 2018/2019 beim Erich-zeigner-Haus e.V. in Leipzig gemacht hat, organisierte als eigenes Projekt eine Veranstaltungsreihe mit dem Namen: „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“

Im Rahmen meines FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. organisierte ich als selbstständiges Projekt die Veranstaltungsreihe „Sinti und Roma – Lebenswirklichkeiten in Geschichte, Gesellschaft und Politik“. Die im Titel der Reihe genannten Themenbereiche wurden in Form dreier Einzelveranstaltungen thematisiert:

10.04. 19.00 bis 21.00 Uhr, Vortrag: Das Leben der Sinti und Roma im Nationalsozialismus und danach (ReferentInnen: Jana Müller vom AJZ Dessau und Gjulner Sejdi vom Verein Romano Sumnal)

15.05. 19.00 bis 21.00 Uhr, Vortrag: Das Problem „Antiziganismus“ und das Beispiel antiziganistischer Kinderliteratur

12.06. 19.00 bis 21.00 Uhr, Gespräch: Die gesellschaftspolitische Lage von Sinti und Roma in Deutschland und Europa  (Referentinnen: Petra Cagalj Sejdi vom Verein Romano Sumnal und Anja Reuss vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma)

Am 15.05. referierte ich zum Thema Antiziganismus und seinen Strukturen in der Kinder- und Jugendliteratur selbst. Somit konnte ich mich einerseits eigens intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und mich andererseits als eigenständige Referentin ausprobieren.

Dazu beinhaltete die Reihe die Austellung „Auf dem Dienstwege…“. Diese wurde in Form einer Vernissage und Finissage eröffnet sowie abschließend öffentlich gezeigt. Außerdem konnte sie wöchentlich ein Mal vom 10.04. bis zum 12.06.2019, also zwischen der Auftakt- und Abschlussveranstaltung, besucht werden.

(c) Erich-Zeigner-Haus e.V.

Auf die Projektidee bin ich gestoßen, weil ich im Sommer 2018 eine Ausstellung, die Leidenswege verfolgter und deportierter Sinti und Roma aus Mitteldeutschland zeigte, gesehen hatte. Ich besuchte sie sowohl bei deren Eröffnung im Felsenkeller Leipzig als auch im Nachhinein noch einmal, weil ich sie so spannend fand. Die Ausstellungseröffnung war eine Kooperation mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. In diesem Rahmen setzte ich mich zum ersten Mal intensiver mit der Verfolgungsgeschichte von Roma und Sinti im Nationalsozialismus auseinander. Sofort war ich von dieser Thematik beeindruckt und interessiert daran, weiteres zu erfahren. Gleichzeitig war ich geschockt über meine eigene Unwissenheit über den Porajmos, also die Vernichtung der Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten in Europa. Meine Einblicke und Gedanken nutzte ich dann als Anlass, eine Vortragsreihe zu organisieren, in der vor allem externe ReferentInnen die Möglichkeit erhalten sollten, über die Geschichte der Sinti und Roma, aber auch zu deren Auswirkungen und zur gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Situation zu sprechen.

Mit dem Projekt wollte ich eine eigene Annäherung und Auseinandersetzung mit den in der Reihe thematisierten Inhalten erreichen. Darüber hinaus sollte dieser Effekt auch bei den BesucherInnen erzielt werden: es sollten Informationen in einführender und verständlicher Weise bereitgestellt und Interesse für eine weitere Auseinandersetzung geweckt werden. Zudem lag mein Anliegen darin, für aktuellen Antiromaismus zu sensibilisieren und überhaupt erst darauf aufmerksam zu machen.

Sowohl das Team des Erich-Zeigner-Haus e.V. als auch, so mein Eindruck, die BesucherInnen konnten für die angesprochenen Themen sensibilisiert werden. Besonders hervorzuheben ist hierbei meines Erachtens nach, dass der Erich-Zeigner-Haus e.V. durch das Projekt zum ersten Mal in eigenständiger Weise eine Auseinandersetzung mit der Thematik erfahren und auch nach außen tragen konnte. Meinem Eindruck nach konnte das Publikum bei den Einzelveranstaltungen immer viel neues Wissen erfahren – so lauteten auch diverse Rückmeldungen.

Gloria Pfister

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