Hugo

Hallo, mein Name ist Hugo. Derzeit absolviere mich mein freiwilliges politisches Jahr bei der Stadt Leipzig, Amt für Familie, Jugend und Bildung, Geschäftsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung. So bürokratisch und langweilig die konkrete Stellenbeschreibung meiner Tätigkeit vielleicht auch ist, ist mein FSJ, das kann ich nach knapp 2 Monaten resümieren, wahrlich nicht.

Bereits zum Anfang der Oberstufe machte ich mir mit meinen Eltern Gedanken, welche Möglichkeiten mir nach der 12-jährigen Schulzeit offen stehen würden. Obwohl ich zunächst, ähnlich wie viele meiner Freunde, ein großer Anhänger davon war, die Welt zu erkunden und auf Reisen zu gehen, wandelte sich meine Sicht im Laufe der Zeit doch sehr deutlich. Ich verspürte mehr und mehr den Drang, das Jahr als Orientierung für meinen weiteren Lebensweg zu nutzen. Ich wollte etwas machen, was einerseits meinen Interessen entsprechen würde, was mich andererseits jedoch auch weiterbilden und fördern könnte. Weiterhin wollte ich mich gesellschaftlich engagieren und einen Beitrag dazu leisten. Nachdem ich zahlreiche Initiativen, Programme und Anbieter durchforstet hatten die passende Tätigkeit jedoch immer noch nicht gefunden hatte, erhielt ich von einem Bekannten den Tipp, mir die sächsische Jugendstiftung mitsamt des FSJ-Politik näher zu Gemüte zu führen.

Da tagtägliche politische Entscheidungen in meinem Familien- und Freundeskreis debattiert und ausgewertet werden, konnte ich mich schnell mit den Programminhalten identifizieren. Ich kann meine Begeisterung mitzuwirken tagtäglich ausleben und bekomme die Chance, mein Wissen über die diversen politischen Vorgänge und Zusammenhänge zusätzlich zu erweitern.

Exakt aus diesen beiden primären Gründen, kristallisierte sich für mich ziemlich schnell heraus, dass ich mein FSJ bei der Geschäftsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Leipzig vollziehen möchte. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt herbei drauf, mich für die politische Vertretung der Kinder und Jugendlichen auf städtischer Basis einzusetzen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie diese in der Politik aktiv partizipieren können. Neben der pädagogischen Begleitung des StadtSchülerRats und des Jugendparlaments schließt das auch Projektanträge von- und zahlreiche Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen ein. Andererseits bietet mir meine Arbeit auch die Möglichkeit, mich in die Prozesse der kommunalen Verwaltung einzuarbeiten und diesen großen Komplex näher verstehen zu können. Gemeinsam mit weiteren städtischen Instanzen und freien Trägern werden unter anderem neue schulische Einrichtungen geplant, Bereiche der Stadt-(verwaltung)miteinander vernetzt und Prozesse von und mit Kindern vorangetrieben.

Abschließend ist es mir wichtig zu betonen, dass ich mich im Rahmen der Möglichkeiten weitgehend kreativ ausleben kann und meine Ideen, bzw. Vorstellungen mit einfließen lassen kann. Die ersten beiden Monate waren schon aufregend und erlebnisreich, weshalb ich umso mehr gespannt bin, was die Zukunft bringt.