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"Spurensuche" - Die 16. Sächsischen Jugendgeschichtstage

Jugendgeschichtsarbeit in Sachsen

Wie lebten Kinder und Jugendliche zu DDR-Zeiten? Wie gestalteten sie ihre Freizeit und welchen Repressionen und Strafen wurden den Menschen, die „anders“ waren und dachten auferlegt? Welche Geschichten aus der Vergangenheit haben die Menschen aus meiner Nachbarschaft zu erzählen? Wie sah mein Ort vor einem halben Jahrhundert aus, was bewegte die Einwohner*innen und was für Spuren haben Industrie und Handwerk hinterlassen? Das sind nur einige der Fragen aus den zahlreichen Geschichtsprojekten, mit denen sich Jugendliche in ihrer diesjährigen Spurensuche befasst haben.

27 Jugendgruppen aus allen Teilen Sachsens beteiligten sich in diesem Jahr an „Spurensuche“. Sie haben Geschichte aufgespürt, die so in keinem Geschichtsbuch zu lesen ist. Sie durchforsteten Dokumente, sprachen mit Zeitzeug*innen, die ihnen Auskünfte gaben über eine Zeit, die sie selbst nicht miterlebt haben. Rund 260 junge Menschen haben in ihren Projekten ein Stück der Geschichte aufleben lassen und sich so für ihre Heimatregion engagiert.

In diesem Jahr haben sich die aktuellen Ereignisse überschlagen und wir mussten die Organisation des Programms immer wieder an die herausfordernde Situation anpassen. Auch die Spurensuche-Projektgruppen mussten das tun und umso mehrbegeistert und freut es uns, dass sich so viele Jugendgruppen nicht unterkriegen lassen haben und weiterhin, ob digital oder mit Abstand, auf Spurensuche gegangen sind. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank und Anerkennung!

Die Sächsischen Jugendgeschichtstage als Höhepunkt der gesamten Projektlaufzeit werden aufgrund der Maßnahmen durch das Coronavirus in diesem Jahr nicht in gewohnter Weise stattfinden können. Um die Arbeit der Jugendlichen in diesem herausfordernden und besonderen Jahr trotzdem zu würdigen, ihre Geschichtsprojekte vorzustellen und ihre Ergebnisse zu zeigen, wurde die Idee geboren, gemeinsam mit der Freien Mediengruppe „binariostern“, einen Film über die diesjährigen Projekte zu produzieren. Dieser wird am 20. November 2020 zum digitalen 16. Jugendgeschichtstag das erste Mal zu sehen sein und ist dann auch auf unserer Homepage abrufbar.

In den vergangenen Jahren gewannen wir für die Sächsischen Jugendgeschichtstage den Präsidenten des Sächsischen Landtags, Herrn Dr. Matthias Rößler, als Schirmherr. Wir bedanken uns beim Sächsischen Landtag für die konstante und gute Zusammenarbeit bei der Durchführung der Jugendgeschichtstage und beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt für die finanzielle Unterstützung des Programms.

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