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Sächsisches Jugendarbeitstreffens bringt Fachkräfte der Jugendarbeit zusammen

Die zweitägige Veranstaltung, die im Rahmen des Verbundprojektes „PowerUp! Inspiration, Vernetzung und Stärkung für die sächsische Jugendarbeit“ stattfand, bot neben fachlichen Impulsen ein abwechslungsreiches Angebot zur Vernetzung, Bestärkung und Vergewisserung hauptamtlicher Fachkräfte der Offenen und Mobilen Jugendarbeit in Sachsen. Unterstützt wurde die inhaltliche Ausrichtung durch ein kulturelles Begleitprogramm, dass darüber hinaus Raum für Feiermomente sowie Würdigung und Wertschätzung der Fachkräfte in den verschiedenen Handlungsfeldern der Jugendarbeit ermöglichte. Ein erstes Highlight gab es hierzu bereits bei der Eröffnung der Veranstaltung. Per Videogrußbotschaft übermittelten zwei junge Menschen ihren Dank an die Fachkräfte der Jugendarbeit.

„Uns war es wichtig, dass junge Menschen als Nutzer*innen der Angebote von Jugendarbeit prominent zu Wort kommen“ sagt Andreas Borchert, Mitglied der Steuergruppe im Verbundprojekt PowerUp! „Damit wollten wir ganz konkret zeigen, wie wichtig und wirksam Jugendarbeit in ihrem Anliegen ist, junge Menschen bei der Verwirklichung ihrer Ideen zu unterstützen. Sei es bei der praktischen Umsetzung von eigenen Veranstaltungen oder bei der Kommunikation mit Erwachsenen Entscheidungsträger*innen vor Ort.“

Eingang fanden die bewegenden Worte der jungen Menschen auch in die anschließenden Grußworte von Bernd Heidenreich. Den meisten in der Fachlandschaft wahrscheinlich bekannt, als langjähriger Ansprechpartner und Referent für Jugendhilfe und Jugendarbeit im Landesjugendamt, der in seinen Ausführungen vor allem die Wichtigkeit des Kooperationsgedankens und der Zusammenarbeit auf Augenhöhe hervorhob. Neben dem Anliegen, die erwiesene Wirksamkeit von Jugendarbeit wertschätzend und selbstbewusst sichtbar zu machen, bot das Treffen zum Auftakt mit dem Format ‚DreiMalDreißig‘ verschiedene fachliche Perspektiven zum Thema „WELCHE KRAFT STECKT IN DER JUGENDARBEIT? Und wie kann sie damit Gesellschaft inspirieren?“. Den Auftakt machte dabei Sebastian Müller vom Fachverband Jugendarbeit / Jugendsozialarbeit Brandenburg e. V. In seinem Impuls gab er den Teilnehmenden starke Argumente für eine wirkungsvolle Jugendarbeit an die Hand. Im zweiten Impuls nahm Maik Friedrich die Anwesenden unter dem Motto „Wie ich lernte das Jugendamt zu lieben“ mit auf eine praxisnahe Reise, die Einblicke in die Weiterentwicklung der Jugendarbeit eines Landkreises gab. Den Abschluss am Vormittag leitete mit einem „würdigendem Blick“ die Leiterin des Referats 42 „Kinder und Jugendliche“ im SMS, Anne Pallas, ein. Ihre Rede findet sich zum Nachlesen in leicht gekürzter Fassung in einem gesonderten Beitrag in dieser Ausgabe.

„Der Nachmittag am ersten Tag sollte dann ganz dem Austausch in den Best-Practice-Workshops gehören“ sagt Karen Pethke, ebenfalls Mitglied der Steuergruppe PowerUp! „Mit Queerer Jugendarbeit, Lobbyarbeit, Inklusion und Sozialraumorientierung wollten wir den Teilnehmenden ein möglichst breites Angebot aktueller Themen bieten. Außerdem konnte das Format ‚Von der Praxis für die Praxis‘ in zwei Runden angeboten werden, so dass die Möglichkeit bestand, zwei Workshops zu besuchen.“

Abgerundet wurde der erste Tag mit einem humoristischen und kulturellen Begleit- programm. Unter dem Titel „Glücksmomente – Humorvolle Horizonterheiterungen“ lud die Clownin Yaëlle Dorison die Teilnehmenden ein, mit Humor und Fantasie das Alltägliche kurz zu verlassen und gemeinsam einzutauchen in die Spielfreude. Nach dem Abendessen ging es dann weiter hinein in das Abendprogramm mit Band und DJ, kleinen und großen Gesprächsrunden oder mit einem wilden Match am Kickertisch. Der zweite Tag startete mit der interaktiven Methode ‚Speakers Corner‘ und stellte die Frage nach „Unserer Idee für die Jugendarbeit“ in den (Konferenz-)Raum. In mehreren Runden konnten sich die anwesenden Fachkräfte zu dieser Frage austauschen, Ideen entwickeln und diese abschließend in die Welt hinausrufen. Schließlich stand mit unterschiedlichen Fachforen auch schon der letzte inhaltliche Punkt auf dem Programm.

„Mit den Fachforen wollten wir am zweiten Tag nochmal den Blick nach Außen richten“ sagt Georg Grohmann zur programmatischen Gestaltung. „Uns war es wichtig verschiedene Schnittmengen aus anderen Zugängen z.B. über die Wiener Kolleg*innen oder auch mit Perspektiven auf Verwaltung zu thematisieren und dazu in den Austausch zu gehen. Außerdem konnten wir hier aus dem Kooperationsverbund PowerUp! unsere Expertise auf Landesebene gut einbetten.“         

Das Finale dieser zwei intensiven und anregenden Tage bildete dann ganz im Sinne der Würdigung ein buntes und sehr schmackhaftes Kuchenbuffet. Somit konnten sich alle Teilnehmenden im wahrsten Sinne des Wortes ‚gestärkt‘ auf den Heimweg begeben. Und weil es so gut zum Thema passt, zum Schluss noch ein Spruch vom Jugendarbeitstreffen der hängen geblieben ist: „Jugendarbeit ist nicht das Sahnehäubchen, sondern die Hefe im Brot. Und wir wollen viele Brote backen und keine kleinen Brötchen.“

Mehr Informationen zum Projekt sowie die komplette Dokumentation der Veranstaltung findet sich online unter: powerup-jugendarbeit.de

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