SJA13-06822
Förderkreis Wittichenauer Pfadfinder e.V
Flucht vor der Vernichtung - Die Emigration Wittichenauer Juden
Bereits 2011 haben die Jugendlichen am Jugendprogramm Zeitensprünge teilgenommen und die Geschichte der jüdischen Familie Neufeld erforscht. Für ihre Projektarbeit erhielten sie damals eine Auszeichnung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung. Bei ihren Recherchearbeiten fanden sie außerdem neue jüdische Spuren, u.a. zur Familie Hilsenrath, deren Schicksal nun erforscht werden soll. Die Familie lebte während der NS-Zeit in Wittichenau und floh 1937/38 nach Argentinien. Die Jugendlichen recherchieren, warum die Familie die Flucht ergriff und was es für sie bedeutete, in Argentinien neu anzufangen. Zur Dokumentation der Projektarbeit ist eine Online-Präsentation geplant. Auch wird die bereits vorhandene Ausstellung um einige Tafeln ergänzt.
SJA13-06862
Gewerkschaftl. Verein für Kultur, Bildung und Entwicklung Chemnitz e.V.
Justin Sonder- Die Biografie eines Auschwitzüberlebenden
Justin Sonder wuchs in Chemnitz als Sohn jüdischer Eltern auf. Mit sieben Jahren erlebte er in seiner Heimatstadt den Machtantritt der Nazis und wurde im Alter von 17 Jahren 1943 nach Auschwitz deportiert. Mit 19 Jahren wurde er, nach verschiedenen Todesmärschen, von der US-amerikanischen Armee befreit. Herr Sonder lebt auch heute noch in Chemnitz und ist bereit, der Gruppe detailliert von seinen Erlebnissen zu erzählen. Die Jugendlichen haben bereits Kontakt mit ihm aufgenommen und wollen im Zeitzeugengespräch möglichst viel über die Zeit von 1933 – 1945 erfahren. Das Ergebnis der Projektarbeit soll in einer Broschüre zusammengefasst und den Schülerinnen und Schülern im Geschichtsunterricht zur Verfügung gestellt werden.
SJA13-06820
Selbsthilfe Wohnprojekt Further Straße e.V. Kinder- und Jugendclub Mikado
Ein Stadtteil zwischen Geschichte und Moderne
Der Sonnenberg ist ein Chemnitzer Stadtteil und benannt nach der gleichnamigen Erhebung, auf dem er sich befindet. Die Geschichte und die Entwicklung des Wohn- und Arbeiterviertels wollen die Jugendlichen näher beleuchten und festhalten. Eine Zusammenarbeit ist u.a. mit Wohnungsbaugesellschaften geplant. Beim Geschichtsverein des Stadtteiles und im Stadtarchiv sollen wichtige Informationen zusammengetragen werden. Außerdem werden Zeitzeugen befragt, die zur Fabrikarbeit nach dem Krieg und den damaligen Aufbau des Stadtteiles und zur Geschichte Aussagen treffen können. Dokumentiert wird die Geschichte vom Stadtteil Sonnenberg in Bildern auf Leinwänden, die in Ausstellungen präsentiert werden sollen.
SJA13-06825
Treberhilfe Dresden e.V.
Kinder erforschen die Spiele ihrer Eltern
Das Spielverhalten der Kinder hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Während heute Computerspiele hoch im Kurs stehen, beschäftigten sich die Eltern und Großeltern der Jugendlichen noch ganz anders. Dieses Spielverhalten wollen die Zeitenspringer genauer erforschen: Wie spielten die Kinder in der Zeit von 1950 bis 1990? Welche Straßenspiele waren beliebt und welche Brettspiele hatten Familien zu Hause? Wie viel Spielzeug hatte ein Kind früher und wie wurden Kindergeburtstage gefeiert? Aufschluss darüber sollen Recherchen im Stadtmuseum, Zeitzeugenbefragungen, Bücher und natürlich alte Spiele selbst bringen. Auch wollen die Kinder Spiele, die ihnen besonders gut gefallen, nachbauen. Die Projektergebnisse werden per Foto und Film dokumentiert.
SJA13-06734
Alte Brauerei Annaberg e.V. Pr.-Ort
StadtKlangGeschichte(n) 2.0
Im Rahmen ihres Projektes erarbeiten die Jugendlichen kleine Hörspiele, die von historischen Personen, Ereignissen und lokalgeschichtlich interessanten Orten in Annaberg-Buchholz erzählen. Im Mittelpunkt der Hörspiele stehen Episoden aus dem Leben lokaler Persönlichkeiten und Ereignisse aus der Stadtgeschichte. Als Informationsquellen dienen den Jugendlichen alle verfügbaren Quellen, hauptsächlich jedoch das Internet. Die Geschichten werden auf einer Webseite veröffentlicht und können von dort - über einen QR-Code mit internetfähigen Mobilgeräten - auf Tafeln im Stadtgebiet abgerufen und angehört werden. In Kooperation mit der Stadtverwaltung werden diese speziellen Informationstafeln gestaltet und angebracht.
SJA13-06828
Selbsthilfe Jugendtreff "Pink Panther" e.V.
Das Schloss Hoheneck
Das Schloss Hoheneck ist ein ehemaliges Jagdschloss, welches im 19. Jahrhundert als Gefängnis für Männer in politischer Schutzhaft und später als Frauengefängnis genutzt wurde. Im Jahr 2001 wurde das Gefängnis geschlossen und das Gebäude verkauft. Die Versuche, das Objekt als Freizeit- und Erholungskomplex umzunutzen, scheiterten u.a am Widerstand von Opferverbänden und dem Wunsch, das Areal als Gedächtnisort zu erhalten. Die Jugendlichen werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die historisch und politisch interessante Geschichte des Schlosses und damit verbundene Schicksale, besonders die von ehemaligen Häftlingen, aufarbeiten. Als Projektdokumentation sollen ein TV-Beitrag und eine DVD entstehen.
SJA13-06836
djo - Deutsche Jugend in Europa, LV Sachsen e.V.
Hin und Weg in Weißwasser - eine Stadt in Bewegung
Weißwasser erlebte im 20. Jahrhundert einen raschen Aufschwung in der demografischen Entwicklung der Bevölkerung, aber nach dem Fall der Mauer einen genauso schnellen Rückgang. Diese Entwicklung ist ein typisches Beispiel für viele Städte und Gemeinden in Ostsachsen. Anhand von Interviews mit Weggegangenen, Zugezogenen und Zurückgekehrten soll die Stadtentwicklung nachvollzogen werden. Dabei werden wirtschaftliche und soziokulturelle Aspekte beleuchtet. Am Beispiel der Gründung des Migrantenvereins Miteinander e.V. soll gezeigt werden, wie Zugezogene in der Stadt Fuß gefasst haben. Als Projektdokumentation soll ein Filmbeitrag zur Geschichte der demografischen Entwicklung der Stadt produziert werden.
SJA13-06727
Internationales Kinder- und Jugendparlament "Neiße"
Straßenbegegnungen - Geschichte und Geschichten einer alten Dorfstraße
Auf die Besonderheit der Dorfstraße stießen die Jugendlichen bei ihrem Zeitensprünge-Projekt im Jahr 2012: Hier erfuhren sie, dass die Landesgrenze früher mitten auf der Dorfstraße verlief. Ein Teil des Ortes gehörte zu Sachsen, der andere zu Böhmen. Der alte (heute nicht mehr vollständig vorhandene) Straßenverlauf soll nun erforscht, rekonstruiert und mit Geschichten dokumentiert werden. Die Jugendlichen werden den ehemaligen Straßenverlauf erkunden und gemeinsam mit Zeitzeugen und heutigen Bewohnern erforschen, wie die Menschen hier einst miteinander lebten. Das Ergebnis des Projektes, in das auch Stadtverwaltungen aus Polen und Tschechien eingebunden sind, werden Wegweiser mit Erläuterungen zur Straßengeschichte sein.
SJA13-06717
Ostsächsische Eisenbahnfreunde e.V.
LGB-Anlage Bahnhof Oppach
Die Schmalspurbahn Taubenheim-Dürrhennersdurf wurde 1945 als Reparationsleistung gebaut. Auch Oppach, der Heimatort der Jugendlichen, verfügte über einen Bahnanschluss, der von großer Bedeutung für die Unternehmen in der Region war. Die Jugendgruppe des Eisenbahnvereins möchte nun die Bahnanlage des Bahnhofes Oppach als LGB-Bahn nachbauen. Eine LGB-Bahn (auch Lehmann-Groß-Bahn oder Lehmann-Garten-Bahn genannt) ist eine wetterfeste Gartenmodellbahn. Als Recherchequellen für den originalgetreuen Nachbau dienen u.a. Bücher und Streckenkarten über die Schmalspurbahn. Das recherchierte Material soll in einer Bilderstrecke sowie Erläuterungen zur entstehenden Modellanlage zusammengefasst werden.
SJA13-06824
Station Junger Naturforscher und Techniker e.V.
Der historische sorbische Bauernhof
Weißwasser und seine umliegenden Gemeinden entstanden einst als sorbische Heidedörfer. Auch Weißwasser selbst war bis ca.1900 fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt. In den Umlandgemeinden existieren noch heute einige klassische sorbische Bauernhöfe. Das Zeitenspringerteam wird der Frage nachgehen: Wie lebten die sorbischen bäuerlichen Familien vor ca. 100 Jahren? Mit welchen Materialien und Techniken wurden die Gebäude errichtet? Recherchen in Heimatstuben, Archiven und im Internet sowie Zeitzeugenbefragungen sollen Aufschluss über die Geschichte und Geschichte(n) der Familien bringen. Als Projektdokumentation sind - neben dem Modell eines sorbischen Bauernhofes - Schautafeln und eine Internetseite vorgesehen.
SJA13-06831
KJR Landkreis Leipzig e.V.
Wege des Erinnerns
Das KZ-Außenlager Flößberg war eines der größten Außenlager des KZ Buchenwald. Mehr als 1.900 jüdische Häftlinge durchliefen dieses Lager zwischen November 1944 und April 1945. Der aktuelle Zustand des Erinnerns wird der Bedeutung dieses Ortes als Hauptschauplatz von NS-Verbrechen nicht gerecht, auch haben Viele kein Wissen über diesen wichtigen Teil der Regional-Geschichte. Das wollen die Zeitenspringer nun ändern. In Zeitzeugengesprächen werden Einzelschicksale und die Geschichte des Lagers aufgearbeitet und in einer Informationsbroschüre zusammengefasst. Wegweiser und Infotafeln sollen im Rahmen Präsentationsveranstaltung am 30. November 2013, dem Jahrestag der Eröffnung des Lagers, vorgestellt werden.
SJA13-06830
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig e.V.
Weibliche Täterschaft bei der HASAG in Leipzig
Mehr als 10.000 zivile Zwangsarbeiterinnen, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten während des Zweiten Weltkrieges für die HASAG Leipzig Munition herstellen. Ab 1944 wurden außerdem zwei Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald eingerichtet, in dem mehr als 5.000 weibliche KZ-Häftlinge Zwangsarbeit verrichteten. Die weiblichen Häftlinge wurden vorwiegend von Frauen bewacht - und genau diesen Frauen wollen die Zeitenspringer nun auf die Spur kommen. Denn wir wissen zwar viel über die Verbrechen der Nationalsozialisten, aber wenig über weibliche Täterschaft. Was waren das für Frauen, wo kamen sie her und wie ist man ihnen nach dem Krieg begegnet? All das wollen die Zeitenspringer erforschen und das Ergebnis ihrer Projektarbeit in einer Ausstellung dokumentieren.
SJA13-06821
LeISA GmbH - Medienwerkstatt Leipzig
Das Völkerschlachtdenkmal - Entdecke auf mobilen Pfaden verborgene Geschichten
Um Leipzig fand im Jahr 1813 die entscheidende Schlacht zur Befreiung der Vorherrschaft Napoleons in Europa statt - die Völkerschlacht. Zum Gedenken an dieses historische Ereignis wurde in Leipzig das Völkerschlachtdenkmal, eines der größten Denkmäler Europas, errichtet und im Jahr 1913 feierlich eingeweiht. Die zwölf Zeitenspringer gestalten und erarbeiten zum 100-jährigen Jubiläum des Denkmals ein zeitgemäßes „Geburtstagsgeschenk“: Eine thematische, multimediale, interaktive und GPS-basierte Tour für Jugendliche. Sie enthält verborgene Geschichten und Fakten rund um die Erbauung des Wahrzeichens und seiner Historie. An den einzelnen Stationen der Tour werden Bilder, Videos und Tonaufnahmen integriert.
SJA13-06783
Pegauer Karneval-Klub e.V.
50 Jahre Pegauer Karneval-Klub
Gegründet wurde der Pegauer Karneval-Verein im Jahr 1964, einem historisch bedeutsamen Jahr für den Ort. Einige umliegende Dörfer mussten in diesem Jahr dem Braunkohleabbau weichen und so fanden viele Menschen in Pegau eine neue Heimat. Der Karneval-Klub ist für die Bewohner des Ortes schon immer ein wichtiger Bestandteil ihrer Freizeit. Der Klub zählt momentan 250 Mitglieder, davon sind 98 Kinder und Jugendliche. Die Geschichte(n) und die Entwicklung des Vereins wollen einige der Jugendlichen nun erforschen und festhalten. Es werden Zeitzeugen befragt und historisches Foto- und Filmmaterial ausgewertet. Die Projektergebnisse sollen im Heimatmuseum ausgestellt und in einer Chronik zusammengefasst werden.
SJA13-06757
Anglerverein weiß/grün 49 Dresden-Neustadt e.V.
Von der Intensivwirtschaft zur nachhaltigen, umweltverträglichen Fischwirtschaft
Die Fischwirtschaft prägte die Region um Zschorna in den vergangenen 100 Jahren maßgeblich, jedoch veränderte sich der Wirtschaftszweig nach der Wiedervereinigung Deutschlands enorm: Viele bis dahin existierende Großbetriebe wurden geschlossen und inzwischen hat sich eine ökologisch-nachhaltige Fischzucht mit großer Artenvielfalt etabliert. Dieser interessante Umbruch und die damit einhergehende Umgestaltung des Ökosystems sind so interessant, dass die Zeitenspringer dieses Thema aufarbeiten und dokumentieren wollen. Die Jugendlichen betreuen in ihrem Verein den Brettmühlenteich, ein ehemaliges Fischereigewässer in Zschorna, wo auch die Rechercheergebnisse in einem Schaukasten ausgestellt werden sollen.
SJA13-06720
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Lommatzsch-Neckanitz
Der Hofbildhauer Paul Heermann
Die 13 Zeitenspringer werden sich im Rahmen ihres Projektes auf die Spuren des Hofbildhauers Paul Heerman und seinem Werk, dem spätbarocken Himmelfahrtsaltar in der Lommatzscher Stadtkirche St. Wenzel, begeben.
Das Werk des Bildhauers und seine Person sind in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt geblieben. Zum 300-jährigen Jubiläum soll der Altar restauriert und das Werk Paul Heermanns als Hofbildhauer gewürdigt werden. Die Jugendlichen werden in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum eine Ausstellung in der Kirche organisieren und einen Informationsflyer zur bevorstehenden Restaurierung des Altars anfertigen. Das Projekt soll im Rahmen eines Gemeindeabends der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
SJA13-06835
JuCo gGmbH, Mobile Jugendarbeit "Morast"
Wir wollen immer artig sein ... 2.0
Über Generationen hinweg haben zur Allgemeinheit nicht konforme Jugendgruppen in Radeburg, wie in anderen Städten auch, Probleme von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Nachdem die Jugendlichen bereits im Jahr 2012 ein Projekt zur jüngeren Geschichte dieses Themas umgesetzt haben, wollen sie sich nun dem Thema generationsübergreifend nähern. Als aktuell Betroffene wollen die Zeitenspringer mit Radeburger Zeitzeugen früherer Generationen ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Anekdoten, Fakten und Bildmaterial zusammentragen, um diese im Ergebnis als Ausstellung präsentieren zu können. Außerdem wird ein Film entstehen, der auf einem USB-Stick u.a. beim Jugendgeschichtstag verteilt werden soll.
SJA13-06823
Produktionsschule Moritzburg gGmbH
Fürsorgezöglinge unter der Pickelhaube
Die Geschichte der Jugendhilfe am Standort der Produktionsschule Moritzburg reicht weit zurück und ist sehr wechselhaft. In der Vergangenheit haben die Zeitenspringer der Produktionsschule bereits die Geschichte des Standortes und der Jugendarbeit während der DDR-Zeit untersucht. Das Gelände der Produktionsschule wurde jedoch bereits im Kaiserreich und während der Zeit der Weimarer Republik vom Diakonenhaus für Jugendhilfe genutzt. Genau diese Zeit steht im Projektjahr 2013 im Fokus der Forschungen. Wichtige Recherchequellen sind für die Jugendlichen verschiedene Archive und Gespräche mit Nachkommen von Zeitzeugen aus der zu erforschenden Zeit. In einer Ausstellung werden die Projektergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.
SJA13-06829
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Großschirma
Die Rettung der Bergkirche in Rothenfurth/Sachsen ab 1985
Die Bergkirche in Rothenfurth wurde um 1320 errichtet und im Laufe der Zeit mehrmals umgestaltet. Anfang der 1980er Jahre wurde die Kirche baupolizeilich gesperrt und sollte abgerissen werden. Dem Engagement und dem Widerstand der Bürgerinnen und Bürger ist es zu verdanken, dass die Kirche heute noch steht und wiederaufgebaut wurde. Die Zeitenspringer gehen der Frage nach, was die genauen Beweggründe für das (zu dieser Zeit nicht ungefährliche) Engagement waren und welchen Stellenwert Kontakte zur Partnerkirchgemeinde in Westdeutschland hatten. Zeitzeugeninterviews, Fotos und recherchierte Informationen bilden die Basis für eine Ausstellung, die in der Kirche zu sehen sein soll.
SJA13-06750
Muldentaler Jugendhäuser e.V., FZZ "Schloßaue"
Menschliche Begegnungen in einer unmenschlichen Zeit - Zwangsarbeit in Rochlitz
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in der Region Rochlitz tausende Menschen durch Zwangsarbeit ausgebeutet. Zwangsarbeiter wurden u.a. in der Landwirtschaft, bei Post und Bahn und in Privathaushalten eingesetzt und jeder kam in Kontakt mit ihnen. Genau hier wollen die Zeitenspringer an ihre Projektarbeit aus dem vergangenen Jahr anknüpfen und den Fragen nachgehen: Welche menschlichen Begegnungen ereigneten sich speziell in Rochlitz? Findet sich Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit? Wichtigste Informationsquellen sind Zeitzeugengespräche und Recherchen in verschiedenen Gedenkstätten. In einer Broschüre und einer kleinen Ausstellung sollen die Projektergebnisse zusammengefasst werden.
SJA13-06769
Treibhaus e.V. Döbeln
Wie geht Gerechtigkeit? Die Waldheimprozesse in der DDR 1950
In der Heimatregion der Zeitenspringer fand im Zeitraum vom 21. April bis zum 29. Juni 1950 das größte Nachkriegstribunal in der DDR wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Nationalsozialismus statt: Die Waldheimer Prozesse. Die Zeitenspringer werden im Rahmen ihrer Projektarbeit die Geschichte dieser Prozesse erforschen und sich mit der Beweislage, den politischen Maßgaben und der Todesstrafe im Allgemeinen auseinandersetzen. Auch die Geschichte der Justiz in der DDR soll eine große Rolle spielen. Wichtigste Informationsquelle sind Zeitzeugen, die befragt werden sollen. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Strafvollzugsmuseum Waldheim ist geplant. Die Projektergebnisse sollen in einer großen Ausstellung präsentiert werden.
SJA13-06740
Diakonie Dippoldiswalde e.V.
History Streetview - Geschichtliche Straßenansichten
Für Kinder und Jugendliche - ganz besonders für jene in schwierigen Lebenssituationen - ist es wichtig, ein gesundes Selbstbewussten zu entwickeln, um zu starken Persönlichkeiten heranzuwachsen. Biografiearbeit spielt deshalb bei den Jugendlichen der Diakonie Dippoldiswalde eine große Rolle. Im Rahmen ihres Projektes werden die Zeitenspringer die Straßennamen in ihrem Ort erforschen. Wer oder was verbirgt sich hinter den Straßennamen und kennen die Menschen, die dort leben, den Hintergrund? Um dies herauszufinden, suchen die Jugendlichen das Gespräch mit Einwohnern des Ortes und recherchieren in Archiven. Im Ergebnis wird für jede Straße eine Postkarte erstellt, die eine besondere Verbindung schaffen soll zwischen den Menschen, die in der Straße leben und jenen, die die Postkarte bekommen.
SJA13-06784
FV der Wilhelm-Adolf-von-Trützschler-Mittelschule Falkenstein e.V.
Flucht und Vertreibung - angekommen im Vogtland, Teil 2
2012 führten die Zeitenspringer ihr erstes Projekt zum Thema „Flucht und Vertreibung - angekommen im Vogtland“ durch, an das sie nun anknüpfen möchten. Die Jugendlichen erreichten mit ihrer Projektpräsentation ein breites Publikum und es kamen weitere Zeitzeugen - Flüchtlinge und Heimatvertriebene - auf die Zeitenspringer zu, die ihnen ihre Lebensgeschichten erzählen möchten. Auch eine Ausweitung der Forschung auf Zeitzeugen, die in der DDR zwangsumgesiedelt wurden, ist geplant. Wie im letzten Jahr wird es darum gehen, wie sich „große Geschichte“ auf die „kleinen Leute“ auswirkte. Die vorhandene Wanderausstellung soll erweitert und u.a. um eine Broschüre und Material, das im Unterricht eingesetzt werden kann, ergänzt werden.
SJA13-06704
Sprach-Bildungs- und Beratungszentrum e.V.
Mythos Silberstraße - von Zwickau nach Dresden
Die Silberstraße führt von Zwickau kommend direkt durch den Ort Wilkau-Haßlau, dem Heimatort der Zeitenspringer, nach Dresden. Aber was ist die „Silberstraße?“ Warum hat sich ihr Mythos bis heute erhalten? Warum besitzt Wilkau-Haßlau einen gleichnamigen Ortsteil und welche Bedeutung hatte die Straße früher und hat sie heute? Vor allem durch Recherchen und Gespräche mit Zeitzeugen und Historikern und bei dem Besuch eines alten Silberbergwerks, hoffen die Zeitenspringer Antworten auf die Fragen zu finden und so etwas mehr über ihre Heimat zu erfahren. Das im Laufe der Projektarbeit gesammelte Material soll evtl. im Rathaus der Stadt präsentiert werden.