Jurytagung 2017

Vom 05.-08. Januar trafen sich knapp 100 SchülerInnen aus ganz Sachsen im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz bei Bautzen zur Jurytagung von genialsozial, um über die zu fördernden Globalprojekte 2017 zu entscheiden.

Am Donnerstagnachmittag kamen alle SchülerInnen, trotz starkem Schneefall, wohlbehalten in Schmochtitz an. Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Abendessen und Kennenlernspielen gestaltet. Inhaltlich wurde die Tagung von unserem Kooperationspartner, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V. (ENS), begleitet.

Freitag wurden mehrere Workshop-Runden durchgeführt, die sich mit Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und Themen des Globalen Lernens beschäftigten. Die Workshops stellten eine Vorbereitung für die anstehende Wahl am Sonntag dar. Am Vormittag gab es für SchülerInnen, die zum ersten Mal an einer Jurytagung teilnahmen, einen Einstieg, in dem es vor allem um die Frage „Wie erkenne ich ein gutes Projekt?“ ging. Für alle die, die schon einmal oder mehrmals an einer Jurytagung teilgenommen haben, gab es die Möglichkeit sich mit dem Thema Armut und soziale Gerechtigkeit oder "Ein gutes Projekt im Bildungsbereich“ zu befassen. Im Nachmittagsbereich wurden Workshops zu den Themen Klima, Ökonomie, Migration und Medien angeboten. Freitagabend hieß es dann „Lasst euch verzaubern“ – nach einem so anstrengenden Tag genau das Richtige. Wie wir im Laufe des Abends feststellen durften, war bei der ganzen Magie auch ein klein wenig Illusion mit dabei, jedoch ging der Zauber dadurch keinesfalls verloren. Wer noch Lust und Laune hatte, konnte sich den Film „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“ ansehen.

Am Samstagmorgen reisten sechs Vereine der Entwicklungszusammenarbeit aus Sachsen und Brandenburg in Schmochtitz an. In sechs Projektrunden à 45 Minuten, stellten die einzelnen Vereine den SchülerInnen ihr jeweiliges Projekt vor. So wurde ihnen ein Einblick in die Situation und die Arbeit des Projektlandes und des Projektpartners vor Ort gewährt.

Nach einem Samstag voller Konzentration und viel Zuhören, wurden wir am Abend von der „Offbeat Cooperative“, einer Ska- und Polka-Band aus Dresden, mit einem großartigen Konzert bereichert. Nach anfänglichem genieren, standen letztendlich auch alle auf der Tanzfläche und schwangen die Hüften.

Sonntag wurden dann in einer geheimen Wahl die Projekte ausgewählt, welche in diesem Jahr mit dem von den SchülerInnen erarbeiteten Geld gefördert werden sollen. Für eine Förderung wurden die folgenden drei Projekte von sechs ausgewählt:

  • Bau einer Grundschule, einer weiterführenden Schule und eines Ausbildungszentrums in Komrabai, Sierra Leone von Forikolo e.V. aus Leipzig
  • Aus- und Weiterbildungszentrum für Pflegepersonal in Ulan Bator in der Mongolei von der Integrationsgemeinschaft ausländischer Erwerbstätiger e.V. aus Chemnitz
  • Anbau am Waisenhaus, Pumpe, Gemeinschaftsfeld und Schulungen in Pouma, Kamerun vom Orientierungszentrum für MigrantInnen und Flüchtlinge e.V. aus Potsdam

Ausgehend davon, dass der Aktionstag in diesem Jahr wieder so gut läuft wie im letzten Jahr, können diese drei Projekte der Entwicklungszusammenarbeit finanziert werden.

 

Die genialsozial-Schüler*innen-Jurytagung wird durch das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen e.V. unterstützt und aus Mitteln des EED / Brot für die Welt, von Engagement Global im Auftrag des BMZ, durch den Freistaat Sachsen und durch den Katholischen Fonds gefördert