Aktiventreffen in Chemnitz 09.09.-11.09.2016

Das nächste Aktiventreffen wurde schon sehnsüchtig erwartet, Tage und Stunden gezählt, letzte Vorbereitungen getroffen. . . Am Freitagnachmittag hieß es dann eeendlich Wiedersehen. Dieses Mal in Chemnitz, fernab von allem Trubel und dem hektischen Alltag eines jeden Einzelnen. Mit 25 Aktiven, sowie dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. aus Leipzig im Schlepptau, stand einem fantastischen und ideenreichen Wochenende nichts im Weg. Nach einer kleinen Kennenlernrunde und der Vorstellung des geplanten Programms für die kommenden Tage, wurden erstmal Ankommen, beziehen der Zimmer und Umgebungserkunden in den Vordergrund gerückt.

Der Nachmittag verblich langsam in einen sonnigen Spätsommerabend, welcher durch ein gemeinsames harmonisches Abendessen vollendet wurde. Die eine oder andere Unterhaltung wurde noch weitergeführt bis die Kraft des Tages verbraucht und sich alle mit müden Gliedmaßen in ihre Betten legten.

Der Samstag wurde mit einem, verschlafenen, im gefühlten Morgengrauen stattfindenden, Frühstück eingeläutet. Gesättigt und schon fast hellwach durch die frische Landluft, begannen wir den Tag mit ein paar Stunden klettern im Hochseilgarten. Zum Anfang galt es noch, gemeinsam drei kleine Aufgaben zu bewältigen, wodurch das Vertrauen ineinander und eine gute Zusammenarbeit gewährleistet wurde. Nun konnte der Kletterspaß losgehen. In luftigen Höhen von 10-15 m, musste auch mal die eine oder andere innere Barriere der Unsicherheit überwunden werden. Dabei unterstützten sich die Aktiven gegenseitig mit zustimmenden und Mut machenden Worten und anschließendem tosenden Applaus nach Bestehen eines schwierigen Elements.

Nach dem Mittagessen, starteten wir in die erste Workshopphase des Tages. Auftakt: Wie definiert ihr Wohlstand? Dinge materieller Natur wurden dabei eher vernachlässigt. Was sich herausstellte; für viele der Aktiven ist Zeit ein Wohlstand symbolisierender Faktor, viel mehr die Freiheit ungebunden über die eigene Zeit verfügen zu können. Im Rest des Workshops sollten die Jugendlichen von ihren eigenen Erfahrungen im Bereich des Engagements sprechen. Wo und wie sie sich engagieren. Von „Mama im Haushalt helfen“, über „Nachhilfestunden für jüngere Schüler geben“, bis zu „Spielenachmittagen mit Flüchtlingskindern organisieren“ war alles dabei.

Ehe man sich versah war es auch schon wieder Sonntag. Die letzte Workshopphase wurde eingeläutet, in der wir noch ein philosophisches Gespräch führten und den Begriff Postwachstum/Degrowth klärten. Außerdem machten wir uns Gedanken zum guten Leben.

Dann hieß es wieder Abschied von einander nehmen.