Aktiventreffen Burg Hohnstein 25.-27.09.2015

Das erste Aktiventreffen im neuen Schuljahr und damit auch im neuen genialsozial-Jahr fand Ende September auf der Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz statt. Thematisch widmeten wir uns einem tagesaktuellen und sowohl für genialsozial lokal als auch global, relevanten Thema – Flucht, Migration und Asyl. Dazu stiegen wir am Freitagabend inhaltlich mit dem Refugee Chair ein. Eine Methode, die die Reichtums(un)gleichverteilung auf der Welt veranschaulicht und weltweite Fluchtbewegungen damit in Zusammenhang bringt. Am Samstagvormittag besuchte uns ein Referent vom Sächsischen Flüchtlingsrat und gab uns einen Einblick ins Asylrecht und Asylrechtsverfahren. Nach dem theoretischen Input folgte am Samstagnachmittag eine Wanderung durch die Sächsische Schweiz. Begleitet wurden wir dabei von (teilweise unbegleiteten minderjährigen) Geflüchteten aus Heidenau und Freital. Mit der gemeinsamen Wanderung, Grottenbesichtigung, Picknick, Spiel und Spaß, stand der Nachmittag ganz im Zeichen des Kennenlernens, Austauschs und der Aktivität. Aus interessierten und offenen Gesprächen, ergaben sich weiterführende Kontakte, wie in einem nächsten selbstorganisierten Treffen der Aktiven mit den Geflüchteten deutlich wurde. Am Samstagabend konnte optional der Film „Kein Ort“ geschaut werden, der vier Geschichten tschetschenischer Geflüchteten in Europa zeigt.

Nach teils sehr emotionalen Momenten am Freitag und Samstag, sehr viel Input und Austausch und Konfrontationen, schlossen sich am Sonntag ein wenig Organisation und Absprachen zu genialsozial an. So besprachen die Aktiven z.B. Wunschinhalte/Wunschworkshops bei der Jurytagung, das Fortfahren des Deutsch-Polnischen-Austauschs und ihre genialsozial-lokal-Projekte. Abschließend gab es ein kurzes Feedback zum Wochenende und nach dem Mittagessen traten alle den Heimweg an.

Viele der Aktiven führen unabhängig von genialsozial verschiedene Projekte durch um Geflüchtete willkommen zu heißen, sie bei bestimmten Wegen zu begleiten oder erste Sprachbarrieren abzubauen. Das Engagement der Aktiven ist auch über den genialsozial-Kosmos hinaus beeindruckend. An dieser Stelle vor allem an Anja und Luisa ein großes Dankeschön, die den Austausch und die Wanderung am Samstagnachmittag größtenteils selbstständig und eigenverantwortlich geplant und mitgestaltet haben.

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