Theresa

Nach der Schule sofort ins Studium kam für mich nicht infrage, Staub von Büchern pusten konnte ich in den vergangenen dreizehn Jahren Unterricht genug: ich wollte etwas Praktisches beginnen, am besten Politik und Soziales in einem. Ein FSJ Politik schien also perfekt. Mit der Aktion Zivilcourage habe ich einen Verein gefunden, der verschiedene demokratiefördernde Projekte anbietet und dabei viele unterschiedliche Zielgruppen mit einem sehr breiten Themenfeld anspricht. Gerade diese breite Aufstellung und Vielschichtigkeit macht immer wieder neugierig, macht Spaß und ist enorm spannend. Ein Großteil der Vereinstätigkeiten zielt darauf ab, zivile politische Beteiligung zu stärken, das Verständnis für politische Prozesse und Institutionen zu erhöhen, Engagierte zu koordinieren oder – mit einiger Wachsamkeit und Flexibilität – auf aktuellen Bedarf und aktuelle Ereignisse zu reagieren, darüber aufzuklären und Raum zum Meinungsaustausch zu bieten. Jedes Projekt findet dabei immer nah am Menschen statt und braucht dessen Rückmeldung, denn dort muss schließlich die Arbeit ankommen und wirksam sein. Genau das macht sie auch so wertvoll, vermeidet Stillstand und führt quasi zu ständiger Weiterbildung, weil aufeinander eingegangen wird.

Bei der Dynamik im Verein, den lieben Kollegen und ihren Plänen ist es nicht schwer, Aufgaben zu finden, sich einzubringen und währenddessen eine Menge zu lernen. Dabei wird auch einiges an Verantwortung an mich übertragen, zum Beispiel beim Mitgestalten von Seminaren oder Interviewen von Projektinitiatoren, um einen Artikel im vereinseigenen Magazin „Couragiert“ zu veröffentlichen. Bisher ist mein Aufgaben- und Einsatzfeld nicht streng abgesteckt, sondern meinem eigenen Wunsch nach offen und flexibel – so kann ich die Bildungsarbeit der AZ als Ganzes besser kennenlernen, meine eigenen Fähigkeiten austesten und ausbauen und eine Menge an Erfahrungswissen sammeln. Die Art von Wissen also, die nicht erst von Staub befreit werden muss.