Susi

Ich bin Susi und seit diesem Jahr die FSJlerin im Erich-Zeigner-Haus e.V. in Leipzig. Erfahren habe ich von der freien Stelle durch die ehemaligen FSJler, die ich durch ein Projekt des Vereins kennen gelernt habe. Vor 2 Jahren habe ich an einem Stolpersteinprojekt teilgenkommen, welches der Erich-Zeigner-Haus e.V. stets mit SchülerInnen durchführt. Dabei wurde mein Interesse geweckt, selbst solche Projekte durchführen zu können. Nach Abschluss des Stolpersteinprojekts habe ich dann ehrenamtlich im Erich-Zeigner-Haus e.V. angefangen und konnte schon einmal sehen was hinter der Vereinsarbeit steckt. Nach dem Abi wollte ich dann jetzt aber erstmal was richtiges lernen und sehen was beruflich vielleicht auch einmal für mich möglich ist. In meiner Einsatzstelle sind die Aufgaben sehr vielfältig. Den größten Part nimmt die historisch-politische Bildungsarbeit ein. Eine meiner Aufgaben ist es, mit SchülerInnen von unterschiedlichen Schulen und Schultypen die Schicksale von Opfern der NS-Zeit zu recherchieren und den ProjektteilnehmerInnen einen anderen Blick auf die damalige Zeit zu geben. Das Ziel von jedem Projekt ist das Gedenken der Opfer in Form von Stolpersteinen oder Gedenktafeln im Rahmen der „Stillen Helden“ Projekte. Viel historische Arbeit und Recherche fallen dabei an, aber auch der Kontakt mit unterschiedlichen jungen Menschen, die die Arbeit mit ihrer Individualität bereichern und politischen Diskussionen. Außerdem bekomme ich Einblicke in die Vereinsarbeit im Bezug auf Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Veranstaltungen und Projekten, aber auch in viele unterschiedliche historische Thematiken mit denen ich mich immer auseinandersetzen kann, wenn sie mich interessieren. Also eigentlich kann ich fast überall mitwirken, wenn mich die Themen interessieren. Mir gefällt meine Arbeit sehr, da ich mich selbst aktiv einbringen kann und meine Ideen in die Projekte einbinden darf. Damit habe ich die Möglichkeit mich selbst auszutesten und dazu zu lernen. Außerdem steht immer wieder etwas Neues an und das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich. Meine Einsatzstelle kann ich denen empfehlen, die gerne historisch arbeiten und dem Umgang besonders mit SchülerInnen mögen und auch selber Iden für Projekte haben. Für mich hat sich schon früh rausgestellt, dass dieses FSJ Politik die richtige Entscheidung war, denn auch der Rahmen drum herum ist toll gemacht! Wir Freiwilligen haben immer einen Ansprechpartner bei der Sächsischen Jugendstiftung und können uns auch immer untereinander austauschen. Durch die Seminarfahrten geht es auch nicht nur um die Arbeit in unseren Einsatzstellen sondern auch um Themen, die uns rund um das Thema Politik interessieren. Somit lernt man in diesem Jahr so viel und das kann ich jedem nur empfehlen!