Sabrina

Im Gegensatz zu den meisten meiner Freunde wusste ich schon lange, was ich nach dem Abitur machen will. In der zehnten Klasse nahm ich am Projekt „Freiheit und Demokratie“ teil, welches die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) in unserem schuleigenen Schullandheim veranstaltete. Unter den Betreuern der SLpB war auch ein FSJler. Er hat uns damals erzählt, dass er FSJ Politik macht und davon ganz begeistert ist. Seitdem wusste ich, dass ich nach meinem Abi auch ein FSJ Politik machen will. Et voilà - hier bin ich!

Der Auswahltag (das ist der Tag, an dem sich die Einsatzstellen und die Bewerber kennenlernen) war kräftezehrend, aber ich habe nach kurzer Suche meine Einsatzstelle gefunden – den Kinder- und Jugendring Sachsen e.V.

Der Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. ist der Landesjugendring im Freistaat Sachsen. Wir sind Dachverband für 42 Mitgliedsorganisationen (Jugendverbände, Jugendringe, etc.). Ich arbeite deshalb auch nur in sehr wenigen Fällen direkt mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Einige unserer Mitgliedsorganisationen sind auch Einsatzstellen beim FSJ Politik 2016/2017, z.B. die Falken, das NDC oder der Stadtjugendring Leipzig. Unsere Aufgabe besteht darin, unsere Mitgliedsorganisationen in verschiedenen Belangen und Fragen zu beraten und zu unterstützen. Außerdem machen wir in der sächsischen Politik auf die Jugend(verbands)arbeit aufmerksam (Ja, wir betreiben Lobbyarbeit). Seit Anfang 2016 gibt es auch das Projekt „Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Sachsen“, welches sich intensiv mit dem Thema Kinder- und Jugendbeteiligung im Freistaat beschäftigt.

Welche Aufgaben habe ich nun aber konkret? Einen Bereich kann man unter der Kategorie „Büroarbeit“ zusammenfassen. Dazu zählt das Beantworten von E-Mails und Telefonaten, die Verwaltung von Akten und selten auch Kopierarbeit. Ein zweiter Bereich ist die Vor- und Nachbereitung von Bildungsmaßnahmen. Gerade jetzt am Anfang habe ich die Möglichkeit an vielen verschiedenen Bildungsmaßnahmen auch selbst teilzunehmen. So war ich z.B. bei einer Fachtagung vom NDC zum Thema „Schule – (K)Ein Ort der Diskriminierung?“, habe in einen deutsch-japanischen Austausch reingeschnuppert und werde bald auch beim Landespräventionstag in Leipzig dabei sein. Wie du siehst sind meine Aufgabenfelder vielfältig, was Langeweile vorbeugt.

Meine Arbeit hier gefällt mir sehr, auch wenn es natürlich hier und da Aufgaben gibt, die nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählen. Ich freue mich auf das kommende Jahr mit meinen Kollegen und Kolleginnen, mit dem Hund der Chefin, der fast täglich im Büro dabei ist, auf die weiteren Seminarfahrten mit dieser tollen Seminargruppe, mit allen Seminaren, Workshops – einfach mit allen Erfahrungen, die dazu gehören.