Max

Ich mache mein FSJ beim Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR in Dresden. Meine ersten Eindrücke von meiner Arbeit sind durchweg positiv – im Büro sind alle freundlich, meine Einführung war genau richtig, keine schweren Aufgaben, aber auch nichts anspruchsloses und ich fühle mich hier sehr wohl.

Meine Behörde besteht aus gerade mal 5 Personen, inklusive mir, ich mag das Arbeiten in kleinen Behörden beziehungsweise im kleinen Kreis mehr, da es viel familiärer ist und keine stressige Büroatmosphäre entsteht. Außerdem kann man viel schneller ein Gefühl für die Kollegen entwickeln, da es einfach nur 4 Personen sind. Durch den kleinen Kollegenkreis, ist es uns möglich jeden Arbeitstag mit einer Kaffee- beziehungsweise Teerunde zu starten und über anstehende Projekte sprechen, aber auch über private Dinge.

Da meine Mentorin in den ersten zwei Wochen meines FSJ im Urlaub war, blieb mein Vorgänger etwas länger in der Behörde, um für mich die Mentorin zu ersetzen und mir eine Einführung "auf Augenhöhe" zu geben, da er ja die Probleme und Tücken als ehemaliger FSJler aus eigener Erfahrung kennt. Diese zwei Wochen haben mir unglaublich geholfen mich einzufinden und zu orientieren, da mir nicht nur Tipps für das Büro, sondern auch Tipps zu Kollegen und möglichen Ansprechpartnern außerhalb des Büros gegeben wurden.

Meine Arbeit umfasst derzeit vor allem Pressemitteilungen und Briefe zu schreiben, mich mit anderen Behörden in Kontakt zu setzen um über Kooperationen zu sprechen und die Behörde bei Weiterbildungen zu vertreten, um mir auch ein Bild der Behördentätigkeiten außerhalb des Büros machen zu können. Beispielsweise war ich beim Geschichtscamp in Bautzen und habe dort mit Schülern verschiedene Aspekte der DDR Geschichte in Bautzen erarbeitet.

Alles in allem macht mir meine Zeit hier extrem Spaß und ich bin froh nach dem Abitur das FSJ gewählt zu haben, nicht zuletzt, um mir über meinen weiteren Berufsweg klarer werden zu können.