Jonas

Hallo, mein Name ist Jonas, ich bin 20 Jahre alt und komme aus der kleinen, aber schönen Stadt Görlitz. Seitdem ich mein erstes politisches Interesse entdeckte, stellten sich mir einige Hürden in den Weg. In der Schule machte ich mich schnell mit Kritik und eigener Meinung bei den Lehrern unbeliebt – der Grund warum ich mich heute umso mehr für das Thema Bildung interessiere - und unter meinen Freunden gab es wenige, die meinen Tatendrang und meine Überzeugung teilten. Deshalb verließ leider auch mich sehr schnell wieder der Elan und ich schloss mich der generellen Apathie an. Erst nach ein paar Monaten der 12. Klasse erreichte ich schließlich ein Maß an Unzufriedenheit, das mich zur Aktion trieb. Ich verließ die Schule und begab mich in die lang ersehnte „richtige Welt“, wo ich zunächst durch die vielen Bewerbungen, Bewerbungsgespräche und Herumreisen durch Deutschland zwar nicht meine Berufung fand, aber viel über mich selbst und diese „richtige Welt“ lernte.

Als ich schließlich im September noch immer etwas ziellos durch die Welt ging, erreichte mich der Hinweis, dass es noch immer einige offene Stellen für das FSJ-Politik gab, von dem ich zuvor noch nicht gehört hatte. Das Projekt trug den passenden Namen „machen statt meckern “ und zusammen mit dem aufkommenden Trend zum Radikalen und Fremdenhass fühlte ich mich sofort wie aufgeweckt und fast verpflichtet dazu mich für Politik zu engagieren.

Schließlich bin ich jetzt seit November bei meiner Einsatzstelle, dem Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal und bin froh, dass ich diesen Schritt getan habe. Wir sind zwar etwas abgelegen, aber die Leute kommen aus ganz Deutschland, manchmal ganz Europa zu uns und bleiben dann über mehrere Tage bei uns. Mein Aufgabenbereich hier ist es Seminare für politische Jugend- und Erwachsenenbildung vor- und nachzubereiten sowie generell zu unterstützen. Mein Arbeitsalltag sieht daher sehr abwechslungsreich aus und ich kann direkt und effektiv dazu beitragen, dass Menschen sich wieder für Politik interessieren.

Die Zukunft sehe ich sehr positiv und ich freue mich, über das nächste Jahr dazu beizutragen zu können dass sie das auch wird.