Florian

Hey, mein Name ist Florian Biniosek (bitte nicht gleich am Namen verzweifeln :b ), ich bin 18 Jahre alt und komme aus dem bewaldeten Erzgebirge, in der Nähe von Annaberg-Buchholz.

Wie sicherlich jedem stellte sich auch mir die Frage, was ich denn nach meinem Abitur am besten machen sollte. Da mir nur eine grobe Vorstellung meines Wunschstudiums vor Augen schwebte, suchte ich nach einer Möglichkeit, ein Jahr zwischen Abitur und Studium zum Zwecke der „Selbstorientierung“ zu überbrücken. Auf der „Horizon-Messe“ in Leipzig erfuhr ich, dass neben dem altbekannten FSJ im sozialen Bereich mittlerweile viele weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen. Da ich schon seit langem politisch und geschichtlich interessiert bin und ich mich auch in entsprechenden Feldern engagiere, bot sich das FSJ-Politik als optimale Lösung für mein „Schul-Studium-Übergangsjahr-Problem“ an. Nach erfolgreichen Bewerbungsgespräch und Auswahltag bekam ich schlussendlich die Einsatzstelle des Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen in Dresden zugewiesen. Obwohl dies nicht meine primäre Wunschstelle darstellte, sah ich hier doch die gute Möglichkeit auch mein Geschichtsinteresse mit einzubringen.

Nun bin ich seit mehr als 2 Monaten im Bereich der Politischen Bildung und der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Das heißt ich muss Werbe- und Informationsmaterialien er- und bestellen und bearbeiten, bin in der Vorbereitung und Durchführung von Projekten integriert, darf verschiedenste Veranstaltungen und Ausstellungen besuchen und muss mich vor allem thematisch sehr tief mit dem Ministerium für Staatssicherheit der DDR befassen. Dabei schätze ich besonders die einmalige Chance, den unverfälschten Einblick in originale Stasiakten zu haben, die mir sonst verschlossen blieben. Ebenso finde ich es sehr interessant, die Durchführung von Bürgerberatungen zu begleiten, wo man in direkten Kontakt mit Zeitzeugen und Opfern jener Zeit kommt. Die gewissen behördlichen Förmlichkeiten erschweren zwar den einen oder anderen Arbeitsprozess und zu Beginn meines FSJ‘s war ich eher mit weniger fordernden und nicht allzu abwechslungsreichen Aufgaben beschäftigt, doch dies hat sich mittlerweile gebessert.

Daneben muss gesagt werden, dass man vor allem durch die vielen neuen Kontakte und den gemeinsamen Austausch (nicht nur bei den Seminarwochen) innerhalb der FSJ-Gruppe unheimlich viel lernt. So kann ich sagen, dass ich durchaus zufrieden mit meiner Einsatzstelle beim Bundesbeauftragten für Stasiunterlagen bin und vor allem die Seminarwochen und Projekttage mit unserer super lieben FSJ-Gruppe genieße.

See you!