Clara

„Wer wird denn nun der neue Ausländerbeauftragte?“

„An wen wird das Amt denn gehen, an die SPD oder an die CDU?“

„Was bringt die neue Ministerin für Integration und Gleichstellung?“

All diese Fragen geisterten in den letzten Wochen und Monaten durch die Köpfe und viele Konstellationen wurden durchgespielt. Klarheit wird wohl erst das Plenum im Dezember bringen. Auch darüber hinaus verlebe ich in meiner Wunscheinsatzstelle abwechslungsreiche Tage und Stunden. Ich bemerke jetzt schon, wie viel ich über das Thema Asyl, Migration und Integration gelernt habe, wie sensibilisiert ich dafür bin. Es gibt schon viele Erfolge für die Verankerung einer Willkommens- und auch Anerkennungskultur, aber es gibt auch noch viel zu tun. Durch mehr Asylbewerber und Flüchtlinge stehen besonders die aktuellen Herausforderungen im Mittelpunkt. Mein Name ist Clara und ich absolviere mein FSJ, wie ihr/Sie sicher schon erraten konntet/konnten, in der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten im Sächsischen Landtag.  Nach meinem Abitur an einem Dresdner Gymnasium war mir klar, dass ich nicht von der Schule in die „Schule“ wollte. Und als ich auf einer Studien- und Ausbildungsmesse durch ein Faltblatt von dieser Möglichkeit erfuhr, wusste ich, dass ich das machen möchte.  Neben dem „Ohrenspitzen“, was die politischen und personellen Spekulationen angeht recherchiere ich viel, habe für den Tag der offenen Tür des Landtags ein Quiz vorbereitet, schreibe Meldungen für den wöchentlich erscheinenden Newsletter und den Jahresbericht, fahre auch mal mit auf Veranstaltungen oder setze mich auf die Besuchertribüne, wenn das Plenum tagt. Ich bin gespannt, was sich nach der Regierungsbildung und dem neuen Amtsinhaber in der Geschäftsstelle ändert.