Caroline

Ich bin Caroline. Im Sommer 2017 beendete ich meine 12 Jahre Schulzeit und auch wenn ich schon weiß was und wo ich studieren möchte, so wollte ich damit nicht gleich nach dem Schulabschluss beginnen - also entschied ich mich ein FSJ-Politik im Erich-Zeigner-Haus e.V. zu absolvieren. Auf den Verein kam ich schon vor zwei Jahren, als ich meine Besondere Lernleistung in der Oberstufe zum Thema Stolpersteine schrieb. Die Mitarbeiter des Hauses standen mir immer sehr offen und hilfsbereit zur Seite und zeigten mir die Wege und Mittel einer so umfassenden Recherche.

Als ich jetzt im September mit meinem FSJ begann, merkte ich natürlich gleich, dass sich meine Arbeit hier nicht direkt mit der meiner Besonderen Lernleistung ähnelt. Aber das ist ja auch gut so. Im Erich-Zeigner-Haus habe ich die Möglichkeit in so ziemlich jeden Aufgabenbereich des Vereins reinzuschnuppern, mich selbst auszutesten und zu lernen, wo meine Stärken und wo meine Schwächen liegen. So bin ich immer mit abwechslungsreicher Arbeit beschäftigt. Ich bin für die Instandhaltung und Aktualisierung unser Website und Facebookseite verantwortlich, arbeite bei den Schülerprojekten mit, recherchiere selbst zu den verschiedensten Personen und Themen und bin bei der Organisation von Veranstaltungen und Aktionen dabei.

Der größte Part meiner Arbeit im Verein ist die historisch-politische Bildungsarbeit. Eine meiner Aufgaben ist es, mit SchülerInnen von unterschiedlichen Schulen und Schultypen die Schicksale von Opfern der NS-Zeit zu recherchieren und den ProjektteilnehmerInnen einen anderen Blick auf die damalige Zeit zu geben. Die Projekte verfolgen immer das Ziel, an Menschen zu erinnern, die Opfer des deutschen Faschismus wurden – dafür verlegen wir Stolpersteine und bringen „Stille-Helden-Tafeln“ an. So habe ich den Kontakt zu vielen Menschen jeder Altersgruppe, die mit ihrer Arbeit und ihren Meinungen, meine Arbeit und mein politisches und historisches Wissen erweitern und beeinflussen. So kann ich mich selbst aktiv und kreativ in die Vereinsarbeit einbringen und später ein eigenes Projekt initiieren.

Einen weiteren Schwerpunkt des FSJ-Politik bildet die Zusammenarbeit mit den anderen FSJlern. Auf Seminarfahrten und Bildungstagen haben wir die Möglichkeit uns untereinander auszutauschen und uns gegenseitig zu inspirieren. Zudem finden wir in der Sächsischen Jugendstiftung immer ein offenes Ohr für Fragen aller Art. Somit bietet ein solches FSJ die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen und durch neues Wissen den eigenen Horizont zu erweitern und eine Standpunkt in der Gesellschaft zu entwickeln.