Alexander

12 Jahre Schulen waren fast beendet, das Abi stand kurz vor der Tür. ‚Was willst du jetzt machen?‘ habe ich mich vor einem dreiviertel Jahr noch gefragt. Studieren? Nein, da geht der ganze Spaß mit dem lernen ja gleich weiter. Arbeiten? Das ist doch ganz cool.

Ein FSJ schien mir da das richtige zu sein. Da ich mich schon ehrenamtlich in der SPD und den Jusos im Erzgebirge engagiert habe, dachte ich mir, dass ein FSJ-Politik genau das Richtige wäre, also bewarb ich mich bei der Sächsischen Jugendstiftung. Nach dem Auswahlverfahren habe ich mich für, das FSJ beim Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen in der Außenstelle Chemnitz entschieden. Diese Entscheidung hat sich als goldrichtig herausgestellt. Mit netten Kolleginnen und Kollegen habe ich eine tolle Arbeitsatmosphäre. Zudem ist es ganz schön, endlich nicht mehr auf dem Dorf wohnen zu müssen. Die Arbeit besteht größtenteils aus Büroarbeit, um Veranstaltungen oder Vorträge und Führungen für Schüler*innen vorzubereiten. Bei der Durchführung selbiger mitzuwirken ist auf jeden Fall der schönste Teil meiner Arbeit. Zudem ist es natürlich unglaublich spannend mit Original Stasiunterlagen arbeiten zu dürfen. Für jede*n, der/die sich für Geschichte interessiert, ist dies eine super Möglichkeit, das eigene Wissen zu erweitern, denn dieses Thema wurde für mich in der Schule viel zu kurz und viel zu trocken bearbeitet.

Mittlerweile existiert im FSJ in Sachsen ein Sprecher*innensystem, das ich Euch sehr ans Herz legen möchte. Ich wurde zu einem der beiden Gruppensprecher gewählt, kurz danach auch zu einem der 8 Landessprecher*innen. Dort können wir alle Freiwilligen aus Sachsen vertreten, auf diese Aufgabe freue ich mich besonders. Wer sich für ein FSJ entscheidet, sollte auf jeden Fall auch darüber nachdenken, in diesen Gremien mitzuwirken.